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Einweihung der Sportanlage Häuselgrund
- 3. Oktober 2000
Ein großes Geschenk kommt allen zu Gute
"Wir sind Zeugen eines einmaligen Ereignisses in der 1222-jährigen Geschichte der Gemeinde Zuzenhausen", führte Bürgermeister Dieter Steinbrenner die historische Stunde ins Gedächtnis. Es kommt in der Geschichte jeder Kommune einmal vor, dass eine Sportanlage eingeweiht wird, doch dass eine neue, moderne Sportanlage einer Gemeinde von einem Mäzen geschenkt wird, das lockte neben dem Fernsehen eine große, illustre Festgemeinde in das neue Schul-, Sport- und Kulturzentrum im Häuselgrund. Vertreter aus Politik und Sport, alle Schulkinder und Jugendsportler des Sportvereins, der Gemeinderat und Vertreter aller Ortsvereine und vor allem die Bürgerinnen und Bürger Zuzenhausens wollten bei der Entgegennahme des einmaligen Geschenks dabei sein. Im Mittelpunkt des Interesses und des herzlichen Dankes standen Mäzen Dietmar Hopp und seine Gattin. Als Vorsitzender des Sportvereins und Fußballclubs FC 1920 Zuzenhausen e.V. und als Bürgermeister der Gemeinde Zuzenhausen freute sich Dieter Steinbrenner über die neue Heimat für den Schulsport, den Breiten- und Spitzensport. Für die Bürgerinnen und Bürger, für alle Sportler sei ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Das Projekt habe von Anfang an die breite Unterstützung aller erhalten, war Steinbrenner dankbar. Der Gemeinderat habe dem Sportanlage einstimmig das Einvernehmen erteilt, keiner der zahlreichen Anlieger habe Einwendungen erhoben und alle betroffenen Landwirte hätten ohne Zögern die Pachtverträge aufgelöst. Mit großem Interesse habe die Bevölkerung täglich den Fortschritt der Bauarbeiten verfolgt. In nur 17 Monaten war die Sportanlage realisiert.
Die Vorstandschaft des Sportvereins und der Gemeinderat seien nicht in der Lage für das großherzige Engagement angemessen zu danken. Man könne an einem solchen Festtag nur symbolischer Dank sagen. Der Sportverein FC 1920 e.V. verlieh seinem ehemaligen Spieler in der A-Jugend Dietmar Hopp die Ehrenmitgliedschaft. Angeführt von Kapitän Theo Engelhardt überreichten die komplett erschienene A-Jugend ihrem Mitspieler Dietmar Hopp die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft. Der Gemeinderat benannte in Würdigung der Verdienste des Mäzens den Weg von der HäuselGrundschule zur Sportanlage in "Dietmar-Hopp-Weg". Das neue Straßenschild wurde feierlich enthüllt. Auf einem Erinnerungsstein drückt die Gemeinde auch in Stein gemeißelt ihren Dank an Dietmar Hopp aus. "Warum macht der Hopp das alles?", griff Dietmar Hopp die häufige Frage selbst auf. Die Geschichte sei einfach, so Dietmar Hopp. Er habe im Beruf das Glück gehabt, viel Erfolg zu haben und sei wohlhabend geworden. Vor Jahren habe er beschlossen diesen Erfolg zu teilen. Er habe dazu eine Stiftung gegründet, die bis heute die größte Stiftung in Deutschland sei. Die Stiftung fördere neben der der Medizin und im besonderen den Kampf gegen Kinderkrebs, Sozialen Einrichtungen sowie Hochschulen und Forschung aber auch die Förderung des Sports und ganz besonders der Jugendsport hätten einen festen Platz. Er sei überzeugt, führte Dietmar Hopp aus, dass durch den Sport der Jugend Richtung und Halt gegeben werden könne. Im Training und Wettkampf könnten die Jugendlichen Toleranz und Beharrlichkeit, Teamfähigkeit und Fairness lernen. Die Jugend könne im Sport erfahren, dass sich Wettkampf und Leistung lohnen. "Aus dieser Überzeugung heraus, habe ich die Sportanlagen in Hoffenheim und Zuzenhausen gebaut.", erklärte Dietmar Hopp. Die wunderschöne Anlage in Zuzenhausen sei ein Baustein im Jugendkonzept der Sportvereine in Hoffenheim und Zuzenhausen. Der nächste Baustein sei das Jugendzentrum, das auf dem Platz der alten Schule errichtet werde, sah Dietmar Hopp sein Werk noch nicht vollendet. Nach dessen Fertigstellung habe die Förderung des Jugendsports eine absolut optimale Struktur für beide Vereine, Gemeinden und darüber hinaus für die ganze Region. "Ich freue mich, dass aus der früheren Rivalität beider Sportvereine ein enges Miteinander und Füreinander geworden ist", betrachtete die enge Kooperation der TSG und des FC 1920 mit sichtlicher Genugtuung. Er hatte, aufgewachsen und eng verbunden zur Fußballjugend der TSG Hoffenheim, wider der traditionellen Rivalität vor über 40 Jahren auch in der A-Jugend des FC Zuzenhausen gespielt.
Hannes Schreiner, der renommierte Stuttgarter Landschaftsarchitekt, stellte die von ihm geplante Sportanlage vor. Dank des Kunststoffbelages sind die Leichtathletikanlagen bei jeder Witterung benutzbar und machen Rekorden möglich. Die neue Sportanlage binde das bestehende Clubhaus und den bereits vorhandenen Sportplatz gut ein und sei eine sinnvolle Ergänzung zur benachbarten HäuselGrundschule. Besonderes Gewicht habe er bei der Planung der Einbindung der Landschaft in die Landschaft gelegt. Ein Ziel, das nach dem großen Lob von allen Seiten Hannes Schreiner voll gelungen ist. Die Zuzenhausener feierten begeistert ihre neue Sportstätte. Lehrerin Herta Watling und ihre Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse dankten in heiteren Versen für die neue Schulsportanlage. Der Kinderchor des MGV Eintracht und die Kapelle des Musikvereins rundeten musikalischen diesen Festtag Zuzenhausens ab. Gerhard Zwilling, der Sprecher der Ortsvereine, war überzeugt, dass die Jugend diese ideale Sportstätte gut nutzen werde. Alle Ortsvereine stifteten den ersten Baum für die Außenanlage. Die Ehrenmitglieder des Sportvereins überreichten den Vorständen Dieter Steinbrenner und Hans-Joachim Reinhard einen stattlichen Scheck als Grundstein zu einer Sprecherkabine und Lautsprecheranlage. Sport und Spiel wohin das Auge blickte Auf den beiden Sportplätzen herrschte inzwischen reges Treiben. Die Mädchen und Buben der Turnabteilung zauberten mit Luftballons und einem Fallschirm eine beeindruckende Choreografie auf den weiten Rasen. Die Leichtathletikanlage erlebte bei den Ortsmeisterschaften ihre Premiere und auch Spitzensportler der Region machten erste Rekordversuche. Die Fußballschule trainierte, Jugendmannschaften spielten Fußball, die Seniorenmannschaften feierten die ersten Siege. Die Freizeitsportler trugen das erste Volleyballmatch aus, die Tennisjugend schwang den Schläger, Sport und Spiel wohin das Auge blickte. Da waren bereits viele dem Appell des Bürgermeisters gefolgt, der mit Blick auf Olympia 2004 in Athen und die Fußballweltmeisterschaft 2006 nun der Jugend ideale Trainingsbedingungen anbieten konnte: "Es ist alles vorhanden. Tun müsst Ihr es selbst!" |