16.01.2005
Herzlicher Empfang für Pfarrer Bernhard Stern
Bericht: Anna Haasemann-Dunka
Lebendiges kirchliches Leben in der Seelsorgeeinheit Mauer, Meckesheim und Zuzenhausen
Eine herzliche Aufnahme in seinen neuen
Wirkungsbereich erlebte der neue katholische Pfarrer der Seelsorgeeinheit Mauer,
Meckesheim und Zuzenhausen im Gottesdienst und dem anschließenden Empfang im
kath. Pfarrzentrum. Im Gottesdienst sagte er bei seiner Ansprache, dass er
Liebes von den Menschen hier erfahren habe, und er steckte Ziele für die
kommenden Jahre im Missionsland Deutschland mit dem auf ein Drittel
geschrumpften Anteils katholischer Christen in der Bevölkerung: „Wir wollen
versuchen miteinander einladende Kirche zu sein.“
Den Gottesdienst mit Eucharistiefeier hielt
Bernhard Stern in Conzelebration mit Dekan Winfried Wehrle, Diakon Bernhard Auer
und Pfarrer Herbert Weber (Zuzenhausen). Gestaltet wurde der Gottesdienst
musikalisch sehr gelungen vom kath. Kirchenchor unter der Leitung von Wolfgang
Werkmann und Organist Alois Welker. Ein herzliches Dankeschön galt sowohl im
Gottesdienst, wie auch beim Empfang allen, die in der Zeit der fünfmonatigen
Vakanz mitgeholfen hatten: den Pfarrgemeinderäten, Stiftungsräten und den
Priestern. Für Pfarradministrator Dekan Wehrle, Gemeindeassistentin Ilona Sgró
und Ingrid Siefert (Pfarrbüro) gab es Geschenke für ihren unermüdlichen Einsatz.
Josef Gindele, der stellvertretende
Stiftungsratsvorsitzende, begrüßte im Pfarrzentrum die zahlreich erschienenen
Gäste unter ihnen auch die drei Bürgermeister Jörg Albrecht, Hans-Jürgen Moos
(Meckesheim) und Dieter Steinbrenner (Zuzenhausen). In den Gemeinden sei ein
lebendiges kirchliches Leben und auch die Zusammenarbeit mit den politischen
Gemeinden sei gut. Josef Gindele erwähnte auch die Einrichtung eines neuen
Pfarrbüros im Erdgeschoss des Pfarrhauses für die Seelsorgeeinheit, das gute
Voraussetzungen für die Tätigkeit des neuen Pfarrers schaffe. Ihm sagte er die
Unterstützung durch den Pfarrgemeinderat zu. Dekan Wehrle freute sich auf eine
Zusammenarbeit mit dem Pfarrer Stern, der ihn von seiner gerne wahrgenommenen
Aufgabe entpflichte. Bürgermeister Jörg Albrecht hatte zuvor schon Gelegenheit
gehabt, Pfarrer Stern kennen zu lernen und schätzte ihn in seiner Ansprache als
sympathischen Seelsorger ein, der es verstehe mit Menschen umzugehen und auf sie
zu zugehen. Zwischen Rathaus und Pfarramt gebe es eine Reihe von
Berührungspunkten. Karitative und soziale Aufgaben könnten nur gemeinsam gelöst
werden. Auch im Namen der beiden anderen Bürgermeister sagte er: „Wir bitten um
ihr volles Vertrauen und bieten das unsere an.“
Eine Spur des Glaubens für andere zu legen, sei
sein Anliegen, hatte Pfarrer Stern in seiner Ansprache im Gottesdienst gesagt.
Dabei zähle das gute Vorbild. Es gehe nicht um ein religiöses Sondergehabe oder
große Aktionen, sondern wie man seinen Glauben in alltäglichen Dingen lebe. Die
Übernahme von Verantwortung sei ein wichtiges Zeugnis des Glaubens. Zur Ökumene
führte er aus, dass es Aufgabe sei sich im Glauben geistig weiter zu
entwickeln, um Auskunft geben zu können über die Hoffnung, die beide
Konfessionen erfülle und trage. Eine gute und hilfreiche Nachbarschaft wünschte
Pfarrer Jürgen Döbler von der ev. Kirchengemeinde und für die Zukunft gemeinsame
und tiefgehende Gespräche zur Ökumene, die nach seinem Dafürhalten möglichst
noch intensiviert werden sollte.
Musikalische Beiträge einer Bläsergruppe des Musikvereins Mauer und des kath. Kirchenchors Cäcilia lockerten das Programm, in dessen Anschluss Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme mit Pfarrer Stern im gemütlichen Beisammensein bestand, auf.