Jahresrückblick am 10. Januar 2020

Zuzenhausen

Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen ist, sie zu gestalten

Großes Interesse beim Jahresrückblick und Ausblick in das Jahr 2020

 

Wenn es nach der Kapelle des Musikvereins Zuzenhausen geht, dann geht es in der Elsenztalgemeinde auch im Jahr 2020 flott voran. Nach einem Trommelwirbel starteten die Musikanten mit dem Fliegermarsch schwungvoll ins Jahr 2020. Die Häuselgrundhalle war beim Jahresrückblick und Ausblick mit über 300 Besuchern bis auf den letzten Platz belegt.

 

Mit einem Sonderapplaus wurde Ehrenbürger Dieter Steinbrenner begrüßt. Die Zuzenhäuser schätzen diese Mischung aus Information mit Präsentation, Dorfabend und geselliger Runde gleich zum Start ins neue Jahr. Als Bürgerinnen und Bürger wollen Sie Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ihrer Gemeinde hören und die Entwicklungen im neuen Jahr aufgezeigt bekommen. Bürgermeister Hagen Zuber freute sich über diese Verbundenheit und Verantwortung der Bürgerschaft für ihr Gemeinwesen.

Die Erschließung des Neubaugebiets „Zehn Morgen“, das größte Projekt der Gemeinde im Jahr 2019, ist nahezu abgeschlossen. Der noch fehlende Anschluss an das Glasfasernetz wird im März erfolgen. Der Startschuss für die flächendeckende Glasfaserversorgung in der Gemeinde soll im 2. Quartal 2020 erfolgen und eine Ausbauzeit von 8 bis 12 Monaten erfordern. Im Zuge dieser Arbeiten sollen auch einige Gehwege saniert werden.

 

Als Paradebeispiel einer gelungenen Ortskernsanierung bezeichnete Bürgermeister Zuber die Beseitigung eines Engpasses in der Rechgasse durch den Abriss von insgesamt drei Gebäuden. Zwei junge Familien werden jetzt auf der Freifläche neue Einfamilienhäuser errichten. Das Sanierungsprogramm läuft noch bis ins Jahr 2024. Bürgermeister Hagen Zuber sieht aber daneben bei Maßnahmen der Innenentwicklung und der Verschönerung des Ortsbildes Potential in den Förderprogrammen LSP und ELR. „Sprechen Sie die Verwaltung an, bevor Sie ein Projekt beginnen“, forderte Bürgermeister Hagen Zuber die Bewohner rechts der B 45 auf.

 

Mit der Umrüstung von 309 Leuchten auf LED-Straßenbeleuchtung werden 729 Tonnen Co2 eingespart und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Als größtes Projekt für den Umweltschutz wurde nach vierjähriger Bauzeit die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes ausgebaut. Die Baukosten von 12,6 Millionen Euro müssen nun über Abwassergebühren finanziert werden.  Unter der B45 mussten eine Wasserleitung beim Wehrloch und ein Kanal beim Gewerbegebiet saniert werden. Während diese Maßnahmen rund 120.000 Euro kosteten, muss die Gemeinde 2020 in die Sanierungen der Kanäle der Gartenstraße und der Von-Venninen-Straße sowie Inliner-Sanierungen östlich der B 45 rund 1,23 Millionen Euro investieren.

 

In die energetische und brandschutztechnische Ertüchtigung des Dorfgemeinschaftshauses „Alte Schule“ will die Gemeinde 530.000 Euro investieren. Die Sanierung des Wirtschaftsweges beim Wingertshäusel soll mit den Belagsarbeiten im Frühjahr fertiggestellt werden. Doch nicht alle Straßenarbeiten sind problemfrei: „Seit über einem Jahr schwebt über uns die mögliche Sanierung der B45 vom Ortsausgang Richtung Meckesheim bis zur Abfahrt nach Eschelbronn“, wies Bürgermeister Hagen Zuber auf eine drohende Großbelastung hin. Die Kommunikation des für die Arbeiten zuständigen Baureferats Nord im Regierungspräsidium Karlsruhe sei „nicht nur an dieser Stelle ausbaufähig“. Für 12.600 Euro erhielt der Spielplatz Etzwiese neue Spielgeräte und neuen Jahr soll der Rutschen-Turm am Goethespielplatz erneuert werden. Großzügige Spenden von Vereinen und aus der Bürgerschaft machen solche Projekte möglich.

 

Großartig war auch das Engagement der 40 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit über 5200 Stunden bei Übungen und Einsätzen, Jugendarbeit und Nachbereitung sowie der Teilnahme an Veranstaltungen. Die Gemeinde unterstützte dieses ehrenamtliche Engagement mit einem neuen Löschfahrzeug HLF 10 für 420.000 Euro sowie Digitalfunk, neuer Schutzausrüstung und in einigen Wochen soll auch der neue Mannschaftstransportwagen (90.000 Euro) übergeben werden. Für Bürgermeister Zuber „Alles in allem gut investiertes Geld in die Sicherheit unserer Gemeinde“.

 

Als herausragende Beispiele für das Engagement im zwischenmenschlichen, sozialen und solidarischem Bereich zeichnete Bürgermeister Anette Ochwatt und Rita Risch für die Wiederbegründung des monatlichen Seniorentreffs aus. FC-Kapitän Tobias Keusch wurde stellvertretend für seine Mannschaft für das praktizierte Fairplay im Heimspiel der Verbandsliga gegen die SpVgg Neckarelz gelobt: „Der FC verlor zwar ein Spiel, gewann aber den Respekt eines ganzen Fußballverbandes“, würdigte Bürgermeister Hagen Zuber das außergewöhnliche Handeln.

 

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurden auch die Blutspender geehrt. 225 Blutkonserven spendeten die vom Vorsitzenden der DRK Ortsgruppe Daniel Schubert ausgezeichneten  Mitbürgerinnen und Mitbürger. Für 10 Blutspenden wurden ausgezeichnet: Michaela Bender, Werner Beyer, Claudia Geiser, Verena Kraus, Thomas Karrer und Peter Schmid. 25 Mal Blut gespendet haben Miriam Vogt und Simone Zeh. Für 50 Blutspenden wurden Anja Freiberger und Roswitha Sturm geehrt. Als Spitzenreiter mit 75 Blutspenden bekam Henry Fischer starken Applaus und ein Präsent der Gemeinde.

 

Das Dorfleben wird von ehrenamtlichem Engagement getragen. Bei der Gestaltung des Blumenwappens und des Osterbrunnens, bei der jährlichen Säuberung des Elsenzufers und der Krötensammlung, auf das Engagement der Zuzenhäuser ist Verlass.  2019 war aber auch ein Jahr des Abschieds. In Stille gedachte die Versammlung dem Tod von 27 Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Insgesamt ist die Bevölkerung um eine Person auf 2216 Menschen gewachsen.

 

Beim vorausschauenden Blick in das Jahr 2020 orientierte sich Bürgermeister Zuber an Willy Brandt: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen ist, sie zu gestalten.“ Bürgermeister Zuber ist überzeugt: „Wenn wir gemeinsam Ziele entwickeln und verfolgen, dann können wir viel erreichen.“ Nach viel Beifall wurde zusammen gesungen: das Heimatlied „Zuzenhausen an der Elsenz“.

 

von Bernd Schlesinger

 

 

Foto: Blutspenderehrung

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Jahresrückblick und Ausblick 2020 (10.01.2020)